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Gesucht wird Don Quichote
Versuche über das Scheitern und andere lustige Begebenheiten
Nach Cervantes, Regie und Bearbeitung: Angelika Sieburg, Mitarbeit: Miriam Goldschmidt, Franziska Winterberg, Bühne / Objekte: Sigrun Kilger, Materialtheater Stuttgart. Musik: Dietrich Stern, Dani Lorenz, Lutz Köhler. Ein SOLO für Andreas Wellano.
Premiere: 1998 im Künstlerhaus Mousonturm
eine Wu Wei Ko-Produktion mit dem Künstlerhaus Mouson
 
Heiter und liebevoll führt die Inszenierung durch einen Wald von Widerspenstigkeiten und Brüchigkeiten, immer in der Auseinandersetzung mit Objekten der realen Welt, deren Bedeutung sich je nach Wahrnehmung verwandelt. Ein spannungsreiches Spiel zwischen Mensch, Objekt (Bühne: Sigrun Kilger–Materialtheater Stuttgart) und Musik.
 
Das Interesse gilt der Identifizierung mit den beiden Figuren Don Quijote und Sancho Pansa, weniger dem, wie die Ereignisse ablaufen. Interessiert hat uns ein suchender Mensch, der – heute 50jährig wie Don Quijote, sich einen Traum verwirklichen möchte, und der in sich selbst so viel Realitätssinn trägt (der Sancho Pansa in ihm), daß er sich dem Wahn eines Don Quijote nicht ganz ergeben kann.
Die Presse: FR 25.9.1998 Jutta Baier "Peu a peu steigt Wellano in die Geschichte ein. Er schafft sich seinen Knappen Sancho Pansa, schlüpft in dessen Rolle und deutet in wenigen Strichen an, wie aus dem Bauern zeitweise ein Don Quijote wird- wie umgekehrt natürlich auch in Don Quijote ein kleiner dicker Sancho steckt…..Andreas Wellano überführt die List von Cervantes, der Don Quijotes Phantasterei nur tadelt, um den Quijotismus zu retten, ins Theater. Sein Plädoyer für eine aus Willen und Vorstellung geschaffene neue Wirklichkeit erfolgt nonverbal allein mit theateralischen Mitteln…er ist trotz seines komischen Aufzugs der würdigste und bestangezogenste Ritter alles Zeiten. Nichts muss so bleiben, wie es ist, schliessen wir daraus, wenn erst die Phantasie die Macht erobert hat".
Das Wu Wei Theater Frankfurt, bekannt durch seine Reihe "epische Versuche" (u.a die seit vielen Jahren hochgelobten und mit stehenden Ovationen bedachten Inszenierungen "DER GUTE MENSCH VON SEZUAN" von Bertolt Brecht, "DIE GESCHICHTE EINER TIGERIN" von Dario Fo) bietet pures Theatervergnügen.
 
"Aus einem Nichts wird ein Pferd, aus Stöcken eine Burg, aus einem Haarzottel eine wunder- schöne Dulcinea – um von Wellano erst gar nicht zu reden" (FRANKFURTER RUNDSCHAU)

Diese Wu Wei Theater Koproduktion mit dem Künstlerhaus Mounsonturm wurde gefördert von: Amt für Wissenschaft und Kunst der Stadt Frankfurt, vom Fonds Darstellende Künste, Bundeszentrale für politische Bildung und Comune di Viddalba

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